Technik-Tipps von der Kreiner GmbH in Traiskirchen

Allgemein

Bei der Verlegung jedes Produktes ist darauf zu achten, die vom Hersteller empfohlenen Richtlinien und Verlegematerialien einzuhalten. Um Probleme im Vorhinein auszuschließen, ist es wichtig, die Verarbeitungsmaterialien dem Produkt und den Gegebenheiten anzupassen. Einen Auszug finden Sie in der produktspezifischen Technik- und Pflegeanleitung.

 

Weiters bieten wir Ihnen einen Direktlink zu unseren Partnerfirmen, um Ihnen hiermit einen guten Überblick zu verschaffen. Für etwaige Fragen und Probleme stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Betonplatten - die richtige Verlegetechnik

Welche Verlegetechnik wenden Sie am besten an ?

 

Es gibt verschiedene Verlegetechniken für Platten oder Steinfliesen.

 

Die für Sie und für Ihr Bauwerk optimale Verlegetechnik hängt in hohem Maß von folgenden Faktoren ab:

1. von Ihren Ansprüchen an die fertige Fläche

2. vom vorhandenen bzw. geplanten Untergrund

3. vom Geschick des Verlegers.

 

Alle unten genannten Verlegetechniken haben eines gemeinsam: Fachgerecht angewandt, führen sie zum Ziel - zur richtigen Verarbeitung.

 

Die traditionelle Verlegetechnik: MÖRTELBETT

Die einfachste Verlegetechnik: KLEBERBETT

Die „Aus-alt-wird-neu-Verlegetechnik": SPEZIAL-KLEBERBETT

Die schnellste Verlegetechnik: SANDBETT

Die spezielle Verlegetechnik: PLATTENLAGER

 

Welche Verlegetechnik ist nun die richtige für Ihr Bauvorhaben? So wie wir Menschen verschieden sind, so sind auch die Ansprüche an Flächen im Freien unterschiedlich.

 

Prüfen Sie daher die angeführten Faktoren sorgfältig, nur Sie selbst können die für Sie richtige Entscheidung treffen. Um Ihnen die richtige Wahl zu erleichtern, haben wir nebenstehenden Profi-Tipp zum Thema „Welche Verlegetechnik wende ich am besten an?" erarbeitet - die darin enthaltenen Empfehlungen sind als Hilfestellungen zu verstehen und basieren auf unseren jahrelangen Erfahrungen als Platten-Verleger.

 

FÜR UNTERGEORDNETE PLÄTZE/WEGE

 

Je nach Anspruch und Verwendungszweck (zum Beispiel Stellplatz für Hollywood-Schaukel oder Trampelpfad zum Komposthaufen) ist folgende Variante möglich:

 

Direkt auf den gewachsenen Boden: Sandbett

 

Ein späteres, wahrscheinlich notwendiges „Neueinrichten" ist problemlos möglich.

 

FÜR DEN HAUSZUGANG

 

Folgende Anforderungen werden speziell erfüllt: repräsentativ, leicht zu reinigen und dauerhaft ebenflächig.

 

1. Unterbeton bereits vorhanden:

  • Kleberbett: bei exaktem (+/- 1 cm) Unterbeton mit Gefälle
  • Mörtelbett: bei eher unebenem Unterbeton
  • Sandbett: bei eher unebenem Unterbeton.

 

2. Unterbeton noch nicht vorhanden:

  • Kleberbett: Auf in der "idealen Höhe" und im Gefälle herzustellenden Unterbeton.

 

FÜR DIE EINFAHRT/ABSTELLPLATZ

 

Folgende Ansprüche werden erfüllt: repräsentativ, leicht zu reinigen, dauerhaft ebenflächig und befahrbar.

 

1. Unterbeton bereits vorhanden:

  • Kleberbett: bei exaktem (+/- 1 cm) Unterbeton mit Gefälle
  • Mörtelbett: bei eher unebenem Unterbeton.

2. Unterbeton noch nicht vorhanden:

  • Kleberbett: Auf in der "idealen Höhe" und im Gefälle herzustellenden Unterbeton

 

FÜR DIE TERRASSE

 

Folgende Ansprüche werden speziell erfüllt: repräsentativ, leicht zu reinigen und dauerhaft ebenflächig.

 
1. Unterbeton bereits vorhanden:

 

  • Kleberbett: bei exaktem (+/- 1 cm) Unterbeton mit Gefälle
  • Mörtelbett: bei eher unebenem Unterbeton
  • Sandbett: bei eher unebenem Unterbeton.

 
2. Unterbeton noch nicht vorhanden:

 

  •  Kleberbett: auf in der "idealen Höhe" und im Gefälle herzustellenden Unterbeton.

 

3. Kein Unterbeton gewünscht bzw. möglich:

 

  • Sandbett

 

FÜR DIE UNTERKELLERTE TERRASSE/DACHTERRASSE

 

Folgende Ansprüche werden speziell erfüllt: repräsentativ, leicht zu reinigen und dauerhafl ebenflächig.

 

1. Betondecke mit Isolierung/Wärmedämmung und Gefälle-Estrich:

 

  • Kleberbett: in diesem Fall: Gefälle-Estrich = exakter (+/- 1 cm) Unterbeton mit Gefälle. Wenn der spätere einfache Zugang zu einer eventuell schadhaften Isolierung gewährleistet sein soll, empfehlen wir folgende Techniken:

 

2. Betondecke mit Feuchtigkeits-lsolierung:

 

  • Sandbett
  • Plattenlager

 

3. Betondecke mit Feuchtigkeits-Isolierung und Wärmedämmung:

 

  • Sandbett
  • Plattenlager

 

FÜR DAS TRAUFENPFLASTER

 

Je nach Setzungsprozess des Arbeitsgrabens ist zwischen folgenden Varianten zu wählen:

 

1. Setzungsprozess des Arbeitsgrabens noch nicht abgeschlossen:

 

  • Sandbett: Ein nach Abschluss des Setzungsprozesses sicher notwendiges „Wegnehmen" und „Neuverlegen" ist problemlos möglich.

 

2. Setzungsprozess des Arbeitsgrabens ist definitiv und 100-%ig abgeschlossen (fragen Sie einen Fachmann):

 

  • Kleberbett: auf in der "idealen Höhe" und im Gefälle herzustellenden Unterbeton bzw. auf in dieser Form vorhandenen Unterbeton.
  • Mörtelbett: auf nicht in der „idealen Höhe" vorhandenem, eher ungenauem Unterbeton.

 

SPEZIELL FÜR ERNEUERER / RENOVIERER

 

Folgende Ansprüche werden dabei speziell erfüllt: repräsentativ, leicht zu reinigen und dauerhaft ebenflächig. Zusätzlich: ohne Stemmarbeiten und Schutt und ohne Baustelle mit Lärm und Dreck.

 

Direkt auf alten Fliesen, alten Betonlatten oder alten Unterbeton:

 

  • Spezial-Kleberbett: bei exaktem (+/- 1 cm) im Gefälle vorhandenem Altbelag mit ausreichender Festigkeit. Platzbedarf: mind. 2,5 cm ( Steinfliese + 0,5 cm Kleber).
  • Sandbett: bei eher unebenem Altbelag und ausreichend Platz in der Höhe. Platzbedarf: mind. 6 cm (Platte + 2 cm Sandbett).

 

Betonplatten - Sandbett

Die Verlegung in Sandbett ist eine der schnellsten Verlegetechniken!

 

Folgende wesentliche Anforderungen werden bei entsprechendem Unterbau erfüllt:

 

  • absolut frostbeständig
  • dauerhaft ebenflächig (kein Wackeln von Tischen und Stühlen, keine Stolperfallen)
  • durch die "harte" Fuge leicht zu reinigen (kein Ausschwemmen z. B. des Fugensandes mit dem Gartenschlauch).

 

Entscheidend ist in jedem Fall der richtige Unterbau (siehe untenstehende Skizzen).

Betonplatten - Klebebett

Grundvoraussetzung:

 

Ein im Gefälle erstellter, bewehrter, ca. 10 - 15 cm starker Unterbeton mit ausreichender Festigkeit und frostsicherem Aufbau (mit Feuchtigkeitsisolierung und Wärmedämmung bei unterkellerten Terrassen).

 

Verarbeitung:

 

Den 25-kg-Sackinhalt knollenfrei zu einer homogenen Masse anmischen, ca. 10 min ruhen lassen und nochmals durchmischen. Die punktweise Verklebung ist einer vollflächigen (z.B. mit Zahnspachtel) unbedingt vorzuziehen. Sie vermeiden dadurch eventuelle Spannungsrisse und können vorhandene Unebenheiten im Unterbeton im Zuge des Verlegens leichter ausgleichen.

 

Platte/Steinfliese satt in das Kleberbett legen und mit einem Gummihammer (bei Steinfliesen mit der Hand festdrücken) festklopfen. Die fertig verlegte Fläche kann im Normalfall nach 24 Stunden betreten werden, die tatsächliche Benutzung sollte erst nach Fertigstellung der Verfugung erfolgen.

 

Wichtig: Die verlegten Flächen sind mind. 24 Stunden vor Nässe und 1 Woche vor Frost oder zu starker Hitze zu schützen.

Betonplatten - Spezial-Klebebett

Grundvorraussetzung:

 

Ein im Gefälle erstellter, bewehrter, ca. 10 - 15 cm starker Unterbeton mit ausreichender Festigkeit und frostsicherem Aufbau (mit Feuchtigkeitsisolierung und Wärmedämmung bei unterkellerten Terrassen).

 

Verarbeitung:

 

Den 25-kg-Sackinhalt knollenfrei zu einer homogenen Masse anmischen, ca. 10 min ruhen lassen und nochmals durchmischen. Den nun gebrauchsfertigen Klebemörtel auf den vorbereiteteten Untergrund mit einer Zahnspachtel (Zahnung 10 X 10 mm) auftragen und unter einem Anstellwinkel von ca. 60" durchkämmen. Platte/Steinfliese satt in das Kleberbett legen und andrücken (Platten mit einem Gummihamrner festklopfen, keinesfalls die Steinfliesen - Bruchgefahr!).

 

Die fertig verlegte Fläche kann im Normalfall nach 24 Stunden betreten werden, die tatsächliche Benutzung sollte erst nach Fertigstellung der Verfugung erfolgen.

 

Klebt auch auf alten Fliesen!

 

Einfaches Aufkleben der neuen Platten/Steinfliesen auf dem alten, aufgefrorenen oder rutschigen Belag.

 

Wichtig: Die verlegten Flächen sind mind. 24 Stunden vor Nässe und 1 Woche vor Frost oder zu starker Hitze zu schützen.

Betonplatten - Trass-Mörtelbett

Grundvorraussetzung:

 

Ein im Gefälle erstellter, bewehrter, ca. 10 - 15 cm starker Unterbeton mit ausreichender Festigkeit und frostsicherem Aufbau.

 

Verarbeitung:

 

Trass Mörtelbett wird mit Wasser in der Mischmaschine oder von Hand angemischt (Mischzeit 3 - 5 Minuten). Für eine ideale, erdfeuchte Konsistenz ca. 2 - 3 Liter Wasser je Sack zuerst in den Mischbehälter, dann Trass-Mörtelbett zugeben. Das Mörtelbett ist höhen- und profilgerecht auf den im Gefälle vorhandenen Unterbeton aufzubringen. Die optimale Stärke des Mörtelbetts beträgt 4 cm.

 

Wichtig: Spätestens jetzt müssen Sie das richtige Gefälle herstellen. Mindestens 2 % Gefälle = 2 cm pro lfm.

 

Tragen Sie das Mörtelbett ca. 50 - 60 cm breit auf. Sie stehen dann bei der Plattenverlegung auf dem trockenen Unterbeton und nicht im Mörtelbett. Ziehen Sie das Mörtelbett mit einer Latte entlang Ihrer Abziehhilfe (Alu- oder Holzleisten in der richtigen Stärke) exakt ab.

Verschieben Sie die Abziehhilfen in der Verlegerichtung weiter. Den dadurch entstandenen Streifen mit Mörtelbett auffüllen, nun können Sie die Platten verlegen.

 

TIPP: Um die Haftfähigkeit zu erhöhen, wird unmittelbar vor dem Hinlegen der Platten eine Zementschlämme mit Hilfe eines "Maurerpfandls" aufgebracht. Mischungsverhältnis ca. 1 kg Zement mit 1 l Wasser vermischen - siehe Foto ...

Zaun

Ein Gartenzaun für ein Leben lang!

 

Die Grundregel: Fundament auf frostfreie Tiefe = mindestens 80 cm!

 

Ein Fundament ist nur dann ein Fundament, wenn es unbeweglich und stabil bleibt = wenn es wirklich auf frostfreie Tiefe geführt wird. Diese bautechnische Grundregel gilt für jede Art von Mauerwerk, natürlich auch für das Zaunmauerwerk.

 

Beachten Sie bitte: Bewegungen im Fundament führen immer zu irreparablen Rissen im Zaunmauerwerk, egal von wem und wie der Zaun errichtet wird.

 

Wenn Sie den Erdaushub maschinell durchführen lassen, bestehen Sie auf einen möglichst schmalen Baggerlöffel. Sie ersparen sich so eine Menge unnötigen Fundamentbeton. Es gilt immer: Besser tief als breit.

 

Fundament betonieren

 

Auf ca. 2 cm unter das fertige Gehsteigniveau bzw., wenn noch nicht vorhanden, auf bis zu 10 cm unterhalb (als Sicherheit) des geplanten Gehsteigniveaus betonieren. Verwenden Sie dazu Fertigbeton der Betongüte B160 oder mischen Sie selbst im Mischungsverhältnis 1 Teil Zement und 6 Teile Betonschotter.

 

Wichtig: Vollkommen waagrecht und plan betonieren. Unebenheiten können in den einzelnen Steinscharen nicht/kaum ausgeglichen werden! Für den Fall einer nicht exakten Fundament-Oberkante empfehlen wir eine Ausgleichsschicht - am einfachsten mit Füllbeton vor dem Aufsetzen der ersten Steine (siehe Zeichnung).

 

Bereits im Fundament sollte die Leerverrohrung für die elektrischen Anschlüsse (Klingel, Gegensprechanlage, Türöffner, usw.) vorgesehen werden. Wichtig: Beachten Sie die Angaben zur Leerverrohrung in der Einbauanleitung Ihres Briefkastens.

 

Sonderfall: schräges Grundstück

 

Bei schrägem Geländeverlauf/Gehsteigverlauf ist das Fundament in Steinhöhe waagrecht abzutreppen (siehe Zeichnung).

 

Wo fange ich mit dem Aufbau der Steine an?

 

Legen Sie Fixpunkte fest, von denen aus Sie mit dem Aufbau beginnen wollen. Im Normalfall sind die Fixpunkte durch die gewünschte Position/Breite von Tür und Tor vorgegeben.

 

Unser Tipp: Die optimale Breite (= exakter Abstand von Pfeiler zu Pfeiler gemessen) für eine Gehtür beträgt 100 cm, für ein Einfahrtstor 300 cm. Zaunfelder sind idealerweise zwischen 200 bis 280 cm breit.

Pflaster

VERLEGEHINWEISE

 

Als Basis für eine fachgemäße Verlegung gelten die aktuellen Ausgaben der LB-H der Richtlinien und Vorschriften für den Straßenbau (RVS) sowie der ONORM B 2214.

 

1. Aushub

 

Dieser sollte ca. 30 cm breiter als die endgültige Pflasterfläche sein. Die Aushubtiefe beträgt je nach Frosttiefe etwa 70-100 cm. Für das Unterbauplanum ist ein Längsgefälle von 1 % und ein Quergefälle von 2,5 bis 4 % zu berücksichtigen.

 

2. Oberbau

 

Auf das standfest verdichtete Unterbauplanum wird die sogenannte untere Tragschicht oder Frostschutzschicht lagenweise aufgebracht (Lagenhöhe max. 20 cm) und mittels Rüttelwalze auf Sollhöhe ± 2 cm verdichtet. Als Frostschutzmaterial werden korngestufte, humusfreie Sand-Kies-Gemische oder gebrochene Gesteinskörnungen sowie deren Mischungen eingesetzt (Körnungen 0/45 bis 0/63mm).

 

Es folgt die Aufbringung der oberen Tragschicht oder Feinplanie in einer Stärke von 10 - 20 cm. Diese sollte, wie die spätere Pflasterfläche, ein Längsgefälle von min. 0,5 % und ein Quergefälle von 1-3 % aufweisen. Die maximale Abweichung von der Sollhöhe darf ±1cm betragen.

 

Material: Körnungen 0/22 bis 0/45 mm; Eigenschaften siehe oben.

 

3. Randeinfassung

 

Diese verhindert ein seitliches Auswandern der Pflasterung unter Belastung. Der Abstand zwischen den Randeinfassungen wird günstigerweise durch Auslegen einzelner Steinreihen festgelegt.

 

4. Pflasterbettung

 

Auf die gut verdichtete Feinplanie wird nun eine Schicht aus Splitt der Körnung 2/4 mm in gleichbleibender Stärke von ca. 4 cm aufgebracht. Als Hilfe dazu werden etwa 4 cm hohe Formrohre auf die Planie aufgelegt, der Splitt dazwischen eingefüllt und mit einer Alulatte abgezogen. Die fertige Bettung darf nicht mehr begangen werden.

 

5. Verlegen

 

Vor Verlegebeginn sind die angelieferten Pflastersteine auf sichtbare Mängel oder Fehllieferung zu prüfen. Zum Ausgleich von Farb- und Strukturunterschieden sollten Steine aus mehreren Paletten gemischt werden. Wenn möglich, ist die Verlegung mit einem rechten Winkel und am tiefsten Punkt der Fläche zu beginnen. Die Steine werden von der bereits verlegten Fläche aus auf die Bettung gelegt, wobei darauf zu achten ist, daß eine Mindestfugenbreite von etwa 3 mm eingehalten wird. Die Uberprüfung der Gleichmäßigkeit der Fugenlinie sollte mittels Schnur oder Alulatte alle 2-3 m durchgeführt werden.

 

6. Anordnung der Pflastersteine

 

Vor allem bei stärker befahrenen Bereichen ist darauf zu achten, dass z.B. durchgehende Längsfugen diagonal oder im rechten Winkel zur Hauptfahrrichtung verlaufen. Dies bewirkt eine gleichmäßige Lastverteilung sowie eine Minimierung der Rollgeräusche.

 

7. Verfugen und Abrütteln

 

Die Fugen werden mit ungebundenem Brech-Sand oder Splitt geeigneter Körnung eingekehrt. Um die gewünschte Filterstabilität (Wasserabfluss) zu gewährleisten, ist der Einsatz eines speziell abgestimmten Fugensandes zu empfehlen. Vor dem Abrütteln ist die Fläche gründlich von Fugensand zu reinigen.

 

Das Abrütteln selbst erfolgt mit einer kunststoffbeschichteten Rüttelplatte in Längs- und Querrichtung. Danach sind die Fugen nochmals vollständig zu füllen und die Fläche von Fugensand zu säubern (Abkehren und Nachwaschen, um Feinstaub zu entfernen).

 

VERKEHRSFREIGABE

 

Unmittelbar nach Einrütteln und Verfugung.

 

PFLEGE UND WARTUNG

 

Oberflächenpflege: Die Fläche kann trocken oder nass (z.B. mittels Bürste oder Hochdruckreiniger) abgereinigt werden. Bei stärkerer Verschmutzung ist die Verwendung der Reiniger aus unserem Reinigungs- und Pflegeprogramm zu empfehlen.

 

Reparatur: Steine sind jederzeit einzeln oder größerflächig austauschbar.

Klinker - Unterbau

Allgemeines:

 

Bei guten Bodenverhältnissen und Verdichtung der Schottertragschichten wird die erforderliche Tragfähigkeit erreicht. Um eventuelle Frosthebungen zu vermeiden, sollte die wasserdurchlässige Schotterschicht bis in eine Tiefe von 80 cm reichen.

 

Der Aufbau von mit LKW befahrbaren Pflasterdeckenkonstruktionen muss den Richtlinien und Vorschriften für den Straßenbau (RVS) entsprechen. Nach RVS 8 24 soll beim Unterbauplanum ein Verformungswert EV 1235 MN/m erreicht werden bzw. ist durch Bodenverbesserung oder Bodenauswechslung sicherzustellen.

 

Wichtig: Das Pflasterbett für Pflasterklinker muss kapillarbrechend sein. Pflasterbett und Fugensand müssen frei von Verunreinigungen sein und sollten kalkfrei bzw. kalkarm sein, um Ausblühungen vorzubeugen. Als Pflasterbett eignet sich besonders gut kalkfreier Splitt aus Basalt und Quarzgestein, Kornabstufung von 2/5 mm bis 2/7 mm mit Überkorn max. 8 mm.

 

Als Fugensand für enge Fugen (3 - 5 mm) haben sich Brechsande der Körnung 0/2 mm bzw. 0/3 mm aus Basalt oder Quarzgestein bewährt. Auch Klinker-Tennismehl 0/2 mm kann für eine farblich betonte Fuge verwendet werden.

 

Bessere Versickerung von Regenwasser

 

Um z.B. die Niederschlagsmenge eines sommerlichen Gewitters von 15 l/m² versickern lassen zu können, empfiehlt sich eine ausreichende Fugenbreite von 1,0 - 1,5 mm mit Fugenmaterial aus Splitt (Filter-Sand). Fugensand weist anfänglich ebenfalls eine hohe Durchlässigkeit auf, neigt aber später zum Verwachsen. Zum besseren Versickern von Regenwasser können auch Lochklinker, als Rasensteine verlegt, dienen. Aber auch hier muss ein Gemisch aus 50 % Splitt und 50 % Substrat mit Grassamen die Sickerfähigkeit gewährleisten.

 

Besonders wichtig ist, dass auch der Unterbau das anfallende Sickerwasser aufnehmen kann, besonders bei bindigen Böden muss die Tragschicht verstärkt als Zwischenspeicher dienen. Bei großen Flächen sollte jedoch zusätzlich ein Regenwasserkanal errichtet werden.

 

*Pflasterklinker mit rauer Trittfläche mit der leicht gewölbten Seite nach oben verlegen, Pfeilmarkierung an der Stirnseite der Klinker muss nach oben zeigen.

Klinker - Zaun

Der Klinkerzaun:

 

Die Einfriedungen Ihres Grundstückes vermitteln den Besuchern und der Umgebung einen ersten Eindruck von Ihrem Haus. Klinker als Sockelmauerwerk und Pfeiler sind der ideale Rahmen für Holzzäune oder Metallgitter.

 

Pfeiler:

 

Pfeiler für den Gartenzaun, für Sitzflächen etc. als Sichtmauerwerk lassen sich aus Wienerberger Klinkerziegeln einfach und wirkungsvoll herstellen.

Klinker - Gartenmauern

Gartenmauern:

 

Wenn Sie aus Klinkerziegeln eine freistehende Mauer, z. B. für Einfriedungen, errichten wollen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

 

1. Sie benötigen ein ca. 80 cm tiefes Fundament, am besten aus Beton, auf das Sie ca. 2 cm Mörtelausgleich auftragen.

2. In der Lagerfuge, ca. 10 cm über Gelände, ist eine Lage Bitumenpappe zwischen den Mörtelschichten einzulegen.

3. Klinkermauerwerk im sogenannten „Fugenglattstrich“ aufmauern. Der Mauermörtel soll aus Lager- und Stoßfugen quellen und wird nach dem Ansteifen mit einer Spachtel oder Kelle glatt abgeschnitten. Anschließend werden die Fugen mit einem Fugeneisen oder einem Stück PVC-Schlauch geglättet.

4. Eine Mauerabdeckung ist auf alle Fälle notwendig. Wir empfehlen eine Rollschar-Schicht aus Klinkerziegeln NF voll (ungelocht). Die Rollschar soll immer eine leichte Neigung (ca. 1 cm) haben, sodass das Regenwasser ablaufen kann. Die Rollschar muss dicht (hohlraumfrei) vermörtelt werden.

 

MAUERLÄNGEN – Längenrater

 

  • 25 cm Klinkerziegel + 1 cm Stoßfugenbreite 4 = 6,5 cm
  • Mindestüberbindmaß = 1/4 Ziegel = 5,5 cm
  • Läuferverband-Überbindmaß = 1/2 Ziegel = 12 cm + 1 cm
  • Stoßfuge = 13 cm Rastermaß

 

Um die Stoßfugenbreite einzuteilen, ist die 1. Schar vorerst trocken anzulegen. Beim Mauern ist unbedingt darauf zu achten, dass die vertikalen Stoßfugen in jeder 2. Schar genau senkrecht übereinander liegen.

 

MAUERLÄNGEN – Höhenraster

 

Im Regelfall beträgt die Scharhöhe:

 

  • Klinkerhöhe 6,5 cm + Lagerfugendicke 1,2 cm
  • Höhenraster 7,7 cm

 

Auf einer Aufstichlatte werden die Scharenhöhen gemessen und markiert. Sie wird beim Mauern für die Höhenkontrolle verwendet. Durch geringfügiges Ändern der Lagerfugendicken kann praktisch jede Mauerwerkshöhe erreicht werden.

Klinker - Reinigung & Pflege

1. REINIGEN

 

Dies erfolgt in der Regel durch Abwaschen mit Wasser und Bürste. Mörtelreste sind vorerst trocken mit einer Spachtel und durch Abreiben mit gepresster Mineralwolle o.ä. zu entfernen und dann mit einem feuchten Schwamm, den man immer wieder im sauberen Wasser ausdrücken muss, mehrmals abzuwischen. Sollten Zementschleier zurück bleiben, können diese nach ca. 24 Stunden mit einem säurehältigen Produkt entfernt werden (bei Bedarf diesen Vorgang wiederholen):

 

a) Bei Wandflächen von unten nach oben mit sauberem Wasser zügig vornässen, sodann von oben nach unten mit säurehaltigem Reinigungsmittel einstreichen, mit Bürste oder Schrubber bürsten oder mit einem Scotchbrite-Schwamm abreiben. Nur so viel Fläche absäuern, wie wirklich nass ist, daher die unteren Wandflächen feucht halten und die Reinigung in schmälere Wandstreifenbereiche unterteilen. Nach dem Absäuern sofort ausgiebig mit klarem Wasser nachspülen.

b) Bei Pflasterungen ist die Reinigung wie folgt vorzunehmen: Mit sauberem Wasser vornässen, sodann mit säurehältigem Reinigungsmittel absäuern, eventuell Säure kurz einwirken lassen und mit einem Schrubber bürsten. Reinigerlösung mit Lappen aufnehmen und mit klarem Wasser aufwischen, wenn möglich nachspülen.

 

Bei Wand- und Bodenflächen, bei denen der Fugenmörtel noch nicht ganz ausgehärtet ist, sowie in Innenbereichen, sollte nur mit stark verdünnter Säure abgesäuert werden.

 

Flecken entfernen: Alte Wachsschichten, Farb- und Teerflecken oder Öl- und Fettflecken kann man nur mit speziellen lösungsmittelhältigen Präparaten lösen und mit viel Wasser abwaschen. Anmerkung: Kein Klinkeröl verwenden. Es kann vor allem im Außenbereich Fleckenbildung und erschwerte Reinigung bewirken.

 

Mörtelschleier kann man nur mit säurehältigem Reinigungsmittel entfernen: Durch Einölen werden die Mörtelschleier für einige Zeit unauffällig (fast unsichtbar), kommen jedoch wieder hervor, sobald das Öl eingetrocknet und oberflächlich abgewittert ist.

 

2. SCHÜTZEN

 

Ein spezieller Oberflächenschutz ist in der Regel nicht notwendig, kann aber bei überdachten Pflasterflächen und im Innenbereich die Pflegeeigenschaften verbessern. Vor allem kann fettiger oder öliger Schmutz nicht in die Oberfläche eindringen.

 

3. STÄNDIGE PFLEGE

 

Bei frei bewitterten Wand- und Pflasterflächen ist, ausgenommen Abkehren des Pflasters, keine weitere Reinigung notwendig!

 

Innenwandflächen und Pflasterungen in überdachten Räumen sind nach der Trockenreinigung (kehren oder saugen) mit einem Lappen und Wischwasser mit geeignetem wachsfreiem Reinigungszusatz ab- bzw. aufzuwischen. In der Regel wird hierzu ein üblicher Haushaltsreiniger oder Bodenseife (ca. 1/8 bis 1/4 Liter lauwarmes Wasser) verwendet.

 

Anmerkung: Damit die Klinker kein stumpfes, ausgelaugtes Aussehen bekommen, ist bei jeder 3. oder 4. Reinigung anstatt Bodenseife ein Feinsteinzeugreiniger zum Wischwasser zu geben.

 

Pflege- und Reinigungsmittel für Klinker

 

a) Entferner für Zementschleier, Mörtelreste und Ablagerungen Essigreiniger, Agrofix-Kalklöser, Salzsäure, Ameisensäure, Zementschleierentferner.

b) Entferner für ölige und fettige Verschmutzungen und Wachsschichten: Intensivreiniger oder Salzsäure (33 %) und Ameisensäure sind vor der Verarbeitung, je nach Verschmutzung, 1:30 bis max. 1:10 mit Wasser zu verdünnen.

 

Bei den anderen Produkten ist nach Verarbeitungsanleitungen des Herstellers vorzugehen.

 

Gummihandschuhe anziehen!

 

Zur Beachtung: Als Schrubber empfiehlt sich eine Ausführung mit Naturborsten. Keine Drahtbürsten verwenden. Säurehältige Reinigungsmittel dürfen nicht mit empfindlichen Flächen (Glasur, Email, Chrom, Eloxal usw.) oder Pflanzen in Berührung kommen.

 

Reinigungs- und Pflegemittel sind über Baumärkte, Fliesenfachgeschäfte und Drogerien zu beziehen. Die angeführten Artikel sind nur ein kleiner Auszug der tatsächlich auf dem Markt befindlichen Klinker-Reinigungs- und Pflegemittel. Informationen über deren Anwendung und Wirkung sind beim Hersteller bzw. Lieferanten einzuholen.